22. Lange Nacht der Stollen (22./23.02.2020)
Am letzten echten Februarwochenende des Jahres 2020 fand die alljährliche Lange Nacht der Stollen hier in Dresden statt. Im 25. Jahr der Vereinsgeschichte war es die nunmehr 22. Ausgabe dieses Turniers, und somit ein besonderes Ereignis. Die patentierte Lostrommel spuckte neben den gastgebenden Deckels Mannschaften aus ganz Deutschland aus. Den weitesten Anreiseweg hatten dabei die Teams aus Greifswald und Lüneburg, knapp vor Göttingen. Nach einem spannenden Indoor-Großfeld-Experiment mit sieben Spielenden pro Line im letzten Jahr kehrte man dieses Jahr wieder zum klassischen 5v5-Indoor zurück.
Unterteilt in Früh- und Spätpool begann das Turnier am Samstag mit zwei Sechserpools, die im Round-Robin-Modus gespielt wurden, wobei sich hier schon klare Favoriten auf den Turniersieg herauskristallisierten. PullDrop Delitzsch und die Wiedercowers aus Lüneburg landeten in ihren Pools ohne Niederlage ganz oben, und bildeten jeweils gemeinsam mit den zweit- und drittbesten Teams ihres Pools den Finalpool. Die verbleibenden sechs Teams machten im Platzierungspool die übrigen Plätze unter sich aus.
In diesem Platzierungspool landete auch das Deckel-Team, das mit zwei knappen (jeweils 7:8 gegen Allerlei und Discount) und einer deutlichen Niederlage (3:12 gegen PullDrop), sowie zwei Siegen (7:4 gegen Paradisco und 9:8 gegen die Stoneheads) auf dem vierten Platz des Frühpools landeten. Insgesamt war es eine solide Teamleistung, mit letztlich ein paar Fehlern und Turnovers zu viel. Nichtsdestotrotz gab es sehenswerte Give-and-Go-Punkte, eine druckvolle Zonenverteidigung und auch immer mal wieder einen platzierten langen Pass in die Endzone.
Beim mitternächtlichen BeerRace, das von den Teams eine Mischung aus Athletik, Saugfähigkeit und Geschichtswissen abverlangte, konnte sich schließlich Paradisco durchsetzen. Überhaupt war die Party im kurzfristig umfunktionierten Zalari HQ gut besucht. Zur Partyqueen wurde um 4:30 Charlie aus Magdeburg gekürt.
Am Sonntag wurden ab 9 Uhr die Final- und Platzierungsspiele ausgetragen, auch hier wieder im Round-Robin-Modus. Die Deckels tauchten in etwas veränderter Formation auf, und konnten alle Spiele für sich entscheiden (9:5 gegen Schleudertrauma, 9:4 gegen Greifswald und 11:3 gegen die Saxy Divers). Damit beendeten sie das Turnier auf dem siebten Platz. Aufgrund des Rundensystems gab es kein klassisches Finalspiel, sodass, zumindest theoretisch, alle Teams des Finalpools noch hätten gewinnen können. Letztlich bestätigte sich aber die Tendenz des Vortages, und das vorgezogene Finale zwischen PullDrop und den Wiedercowers fand bereits kurz nach dem Mittag statt. Dieses konnten die Delitzscher für sich entscheiden, und landeten mit acht Siegen und einer Punktedifferenz von +52 auf dem ersten Platz. Außerdem komplettierten sie ihre Trophäensammlung mit dem Spiritpreis. Die weiteren Platzierungen lauteten wie folgt.
- PullDrop Delitzsch
- Wiedercowers Lüneburg
- Discount
- DiscUrs
- Leipziger Allerlei
- Göttinger 7
- Drehst'n Deckel
- Saxy Divers
- Stoneheads Chemnitz
- Schleudertrauma Magdeburg
- Griffin's Lehre
- 12. Paradisco Jena