Minimal am 28./29.08. 2021 in Chemnitz
Nach knapp anderthalb Jahren pandemiebedingter Zwangspause wurden in den letzten Woche endlich wieder einige Turniere ausgerichtet. So auch das traditionelle Marximal unserer lieben Nachbarn aus Chemnitz. Wegen der allgemeinen Planungsunsicherheit lief es dieses Jahr jedoch unter dem Namen "Minimal": alles war ein bisschen kleiner (die Felder, die Biervorräte, die Team-Challenges,...). Umso größer war dafür unsere Vorfreude (und wohl auch die aller anderen).
Und so machten wir uns auf zu feinstem Kleinfeld-Ultimate, 5v5 loose mixed. Das Wetter machte in den Tagen vor dem Turnier nicht den allerbesten Eindruck, niedrige Temperaturen und hohe Niederschlagsmengen sorgten für einige Bedenken, änderten aber nichts an der guten Laune. Tatsächlich fanden die Spiele dadurch ausschließlich auf Kunstrasen statt; die Felder waren also noch minimaler als ursprünglich geplant – wie passend.
Wir begannen das Turnier am Samstag früh gegen Paradisco Jena. Unerwarteterweise regnete es nicht, und wir konnten einen guten Flow entwickeln, sodass wir relativ souverän durch das Spiel gingen.
Auch defensiv waren wir ganz gut aufgestellt und gewannen schließlich mit 16:9.
Im zweiten Spiel erwarteten uns die Pick-Heads, ein deutschlandweites Pick-Up Team, sowie einige Regenwolken. Der Niederschlag war zwar angekündigt, stellte uns aber dennoch vor einige Herausforderungen und sorgte für viele unnötige Drops.
Insgesamt verloren wir etwas den Faden, brachten unsere Offense immer nur bis kurz vor die Endzone, während die Pick-Heads jeden Fehler gnadenlos bestraften. Am Ende stand eine deutliche 6:16-Niederlage auf dem Scoreboard.
Nach dem Mittag stand ein episches Gefecht mit den schicken Knights in Tights auf dem Programm. Wir hatten uns wieder etwas gefangen, sodass das Spiel im Großen und Ganzen recht ausgeglichen verlief. Wir konnten bis zum 5-Minuten-Jingle etwa einen Gleichstand halten, ließen dann am Ende aber ein, zwei Breaks zu viel zu und verloren mit 7:10.
Den Tagesabschluss bildete das Spiel gegen die Wurfkultur aus Bamberg. Man merkte relativ schnell, dass sie gut eingespielt und wir recht machtlos gegen präzis ausgeführte Overheads von einer Endzone in die andere waren. Dennoch gelangen uns ein paar schöne Spielzüge, es wurde aber ein deutliches 7:19.
Nach Beer-Race und Zeltaufbau trafen wir uns zum gemeinsamen Abendmahl beim Inder. Da wir die Team-Challenge gemeinsam mit den Hallunken gewannen, holten wir uns auf der Party die Belohnung an der Bar ab: einmal Gisela für alle!
Am Sonntag stand dann gleich das erste Spiel auf dem Programm: unsere Gegner hießen Kiel2 mit freundlicher Unterstützung von Discount. Wir konnten zwar eine souveräne 1:0-Führung herausarbeiten, ließen dann aber elf gegnerische Punkte unbeantwortet. Ob wir zu lange oder nicht lang genug auf der Party waren, blieb letztendlich ebenfalls unbeantwortet. Gegen Ende des Spiels haben wir uns dann wieder zusammengefunden, und konnten den Schaden etwas begrenzen: 7:18 war das Resultat.
Im letzten Poolspiel trafen wir auf enerGi aus Gießen. Mit guter Sideline-Unterstützung und richtig Feuer im Team tradeten wir uns durch das Spiel. Es ging hin und her, viele gute Defenses, spektakuläre Catches und Layouts auf beiden Seiten sorgten für einen 13:13-Endstand und ein breites Grinsen auf allen Gesichtern. So hatten wir doch noch einen tollen Abschluss der Vorrunde, auch wenn es "nur" zu Platz 6 (von 7) in unserem Pool reichte.
Damit blieb noch das Platzierungsspiel um Platz 11 gegen die AirPussies. Wir konnten den Schwung und das Feuer aus dem vorigen Spiel mitnehmen und beendeten das Turnier mit einem 17:9-Sieg auf Platz 11.
Übrigens: zum Finale schien sogar die Sonne. Dort trafen sich MINT und die Wurfkultur und lieferten sich ein spannendes, ausgeglichenes Spiel das erst im Universe (zugunsten von MINT) entschieden wurde. Glücklich und geschafft fuhren wir wieder heim.