1. und 3. Platz bei Discgolfturnier in Cottbus
Am 06. April traf sich im schönen Cottbus das Who is Who der ostdeutschen und nordtschechischen Discgolfelite. Es stand das erste Turnier der dritten Saison BBDL (Beyond Boundaries Discgolf League) an, bei dem die Chaingaroos Cottbus zum samstäglichen Turnier geladen hatten. Bei der BBDL treffen sich deutsche und tschechische Discgolfer zu insgesamt vier Turnieren, jeweils zwei in Deutschland und zwei im Nachbarland, um gemeinsam dem Schmeißsport zu frönen. Auch die Dresdner Discgolfgemeinde war fast vollständig angereist, um ihr Können zu zeigen.
Schon am Freitag war der Kurs freigegeben für ein Doubles-Turnier. Matthias/Thomas, Christoph/Felix und Alf/Tobias (The Spin Doctors) gingen am späten Nachmittag auf Birdiefang. Bei bestem Wetter liefen die Runden für Matthias/ Thomas und die Spin Doctors außerordentlich gut. Ohne Bogeys beendeten beide Teams ihre Runden mit einem respektablen 10 unter par. Leider reichte das nicht ganz für einen Platz auf dem Treppchen, da drei andere Teams eine -11, -13 und eine unfassbare -17 inklusive Eagle hinlegten. Wir ließen uns jedoch nicht die Laune verderben und freuten uns trotzdem über einen gelungenen Auftakt für das Wochenende. Auch Team Christoph/Felix waren zufrieden und kamen auf immerhin 1 über par auf einem relativ anspruchsvollen Parcours.
Nach einer mäßig bequemen Nacht im Hotel erwartete uns der Kurs bei abermals traumhaftem Wetter, allerdings um einiges windiger als noch am Vortag. Das schlug sich in Runde 1 auch bei den Scores nieder. Während Thomas (-7), Matthias (-3) und Alf (+1) sehr respektable Runden hinlegten, erging es den anderen nicht so gut. Felix hatte einen Lichtblick mit einem Klasse Birdie auf einem, für einen 12-jährigen, wirklich toughen Kurs. Bei Tobias Und Christoph gingen allerdings schon früh die Lichter aus. Ein paar respektable Birdies, darunter eins am äußerst kniffligen Loch 18, einem 90m Wasserloch, gab es zwar, aber sonst war nicht viel zu holen. Thomas hatte mit seiner ersten Runde auch schon ernsthaft Ambitionen angemeldet und verbrachte die Pause auf dem geteilten 1. Platz.
In Runde 2 schaffte Felix wieder einen Birdie, Christoph schrieb auch einen in die Scorecard und auch bei Tobias lief es etwas besser, wenn auch nicht wirklich den eigenen Ansprüchen entsprechend. Während Alf und Matthias eher gemischte Runden erlebten, sorgte Thomas für das erste Highlight des Jahres. Seine Runde verlief sehr gut, zwei Bogeys, aber sonst sehr viel grün auf der Scorecard. Sein ärgster Verfolger, Martin Kocksch von den Black Aces aus der Niederlausitz blieb ihm aber dicht auf den Fersen und hatte auf der letzten Bahn, der gefürchteten 18 übers Wasser, nur zwei Würfe Rückstand. Er durfte zuerst werfen, parkte die Scheibe unterm Korb für den Birdie und übte so Druck auf Thomas aus, der nun antworten musste. Thomas wusste, dass es im Falle eines Bogeys (und einer verlorenen Disc) ins Playoff gehen würde, er würde also zumindest nicht direkt auf den letzten Metern verlieren. Thomas ließ seine neu erworbene Recoil jedoch etwas flach übers Wasser los und fürchtete schon, dass sie für immer am Boden des Sees verschwunden bleiben würde, doch die Scheibe war stabil genug und skippte tatsächlich vom Wasser aufs rettende Ufer, von wo er par spielte und den Sieg der ersten BBDL 2024 nach Dresden holte. Glückwunsch zu einem grandiosen Turnier und dem ersten Sieg des Jahres für Thomas und die Deckel aus Dresden!
In den Top 10 fanden sich neben vielen bekannten Namen aus Berlin/ Brandenburg/ Sachsen auch einige tschechische Vertreter. Bei den Damen fanden sich sogar 4 Tschechinnen in den Top 5. Auch bei den Junioren gab es ein Highlight zu sehen. Bela Strampe aus Berlin und Jonas Bilke aus Finsterwalde lagen nach zwei Runden gleichauf bei -7. Es musste also ein Playoff herhalten um den Sieger zu ermitteln. Beim ersten Loch konnten beide einen Birdie aufschreiben. Dann ging es wieder übers Wasser auf der berüchtigten Bahn 18. Beide Drives landeten sicher am anderen Ufer. Jonas lag absolut geparkt unter dem Korb, Bela hatte jedoch noch ein paar Meter Putt vor sich. Sein Nervenkostüm war an dem Tag jedoch nicht gut genug gestrickt, er machte seinen Putt nicht und Jonas konnte leicht zum Sieg bei den Junioren einwerfen.